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© Matthias Santen 2014 - 2018

Die „Schloss Gaststätte“ in Belau


Die Dorfschaft Belau an der Ostseite des Belauer Sees gehörte im 14. - 15. Jahrhundert zu einem Rittergut, dessen Herrensitz, „das alte Schloss Below“, dem Dorfe gegenüber am Seeufer gelegen haben soll, jedoch im Dunkel der Geschichte verschwunden ist.   


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kaufte sich der vormalige Besitzer des 1983 veräußerten Gutes Diekhof, Wilhelm Rücker, hier ein und ließ sich am landschaftlich reizvoll gelegenen steilen Seeufer auf dem sogenannten Pferdeberg ein vornehmes malerischen Langhaus im neugotischen Dekor des späteren Historismus erbauen (Dorfstraße 53). In den 1920er Jahren erfuhr dieses Refugium dann eine spiegelsymmetrischebauliche Erweiterung unter Umnutzung zur „Schloss-Gaststätte“, wobei die gotisierende Fassadengestaltung, den ganzen Bau vereinheitlichend, übernommen wurde, während die jüngeren Innenräume in der sachlichen Formgebung der 1920er Jahre ausgestattet sind.


Die äußerlich aus einem Guss erscheinende Baulichkeit aus drei parallelen zweigeschossigen Giebelhäusern, die durch einen teils ein-, teils zweigeschossigen altangedeckten Zwischentrakt zu einem breitlagernden palaisartigen Komplex verbunden werden, enthält im Südflügel und

dem anschließenden Zwischenbau noch das ursprüngliche Landhaus, das sich im Innern anhand seiner historischen Ausstattung ablesen lässt.


Die ursprüngliche Haupteingangstür ist noch in Zweitverwendung als Kellerzugang im zum steil abfallenden Seeufer freikommenden Souterrain erhalten. In ihrer dominierenden Lage am Abhang zum Belauer See und dem vornehmen, herrschaftlichen Erscheinungsbild blickt die „Schloss-Gaststätte“ auf eine lange Geschichte als beliebtes Ausflugslokal zurück.


Auszug aus „Neue Denkmäler in Schleswig-Holstein 2009“